Wir leben im Remstal in einer einzigartigen Keuperverwitterungsstufen-Land­schaft – in der Wissenschaft auch 'Stuttgart-Folge' genannt, d.h. wir haben Fol­gendes im Untergrund: Schilfsandstein, Bunte Mergel, Kieselsandstein, und Stubensandstein, also recht vielschichtige Böden.

Die allermeisten solcher Ge­steine entstehen in den Ablagerungsbereichen von tropischen Meeren – und tatsächlich befand sich an dieser Stelle vor mehr als 200 Millionen Jahren eine Meeresbucht, die mehrfach überflutet wurde und wieder trocken fiel. Kenn­zeichnend für die meisten Böden der Keuperlandschaft ist der hohe Gehalt an Kalk und Ton.

Mit zunehmendem Sandanteil wechselt die Bodenart vom lehmi­gem Ton zum sandigen Lehm über. An den Waldrändern oberhalb der Keuper­weinberge im Remstal finden sich oft säureliebende Pflanzen wie Ginster oder Heidelbeere. Im hochgelegenen Stubensandstein schlägt der alkalische (toni­ge) ph-Wert bereits in einen sauren Bodenwert um. In Verbindung mit dem ho­hen Tongehalt sind die Keupermergel mit Kaliumvorräten gut ausgestattet und reich an Magnesium. Spurenelemente sind ebenfalls ausreichend vorhanden.

Durch die Kraft der Rems und die folgende Erosion sind an den Südhängen der württembergischen Keuperlandschaft im Remstal Weinberge entstanden, die sämtliche Schichten des Keupers umfassen. Dort reifen unsere Trauben mit den mineralischen Einflüssen von

Stubensandstein
Die Bezeichnung Stubensandstein rührt von der früheren Verwendung als Scheuermittel her. Stubensandstein besteht größtenteils aus Sandstein und ist abwechselnden mit bunten Mergel- und Tonsteinen in grobkörniger Sortierung durchsetzt.

Kieselsandstein
Der Kieselsandstein besteht aus abwechselnden kalkig bis kieselig gebundenen Sandsteinen mit bunten Mergel- und Tonsteinen, wobei die Sandsteine hier feinkörnig und mit Kieselsäure gebunden sind. Beim Kieselsandstein handelt es sich um einen feldspatreichen Sandstein.

Bunte Mergel
Die auf dem Schilfsandstein lagernden Dunklen Mergel sind dunkelrotbraune Steine mit Gips- und Sandeinlagerungen, die in einer Überflutungsebene auf der Oberfläche des Schilfsandstein-Systems entstanden, mit hohem Kalkanteil und großer Bodenverdichtung. Die Unteren Schichten führen stellenweise reichlich Fossilien von Schnecken, Muscheln und Fischen.

Schilfsandstein:
Namengebend für den Schilfsandstein sind Schachtelhalmreste. Schilfsandstein unterscheidet sich durch die grünliche bis braunrote Farbe, mineralische Zu­sammensetzung, gleichmäßige und feine Körnung (Korngröße zwischen 0,06 und 0,2 mm), Art der Verbreitung sowie Herkunft und Lagerung von allen übri­gen Sandsteinen des Keupers.